Pforzheimer Kurier vom 05.03.18

Kurioses Finale
TG-Frauen retten Remis

 

Wolfschlugen/Pforzheim (dd). Nach Ertönen der Schlusssirene tat sich Matthias Schickle schwer damit, das Geschehene einzuordnen: „So ein Spiel erlebt man nicht alle Tage“, zeigte sich der Coach der TG Pforzheim nach Abpfiff „geschafft“. Dina Bergmane-Versakova hatte 30 Sekunden vor Spielschluss zum 28:28(14:13)-Endstand eingenetzt und ihrem Handballteam im Oberligaspitzenspiel beim Tabellendritten TSV Wolfschlugen damit das Remis gerettet.
Wieder im Kader beim Tabellenführer aus Pforzheim war Justine Stindl, die nach längerer Erkrankung gerade noch fit geworden war. Nach dieser positiven Botschaft begann auch das Spiel gut für die Pforzheimerinnen. Anika Henschel sorgte für die erste Führung. Nach kurzer Anlaufphase fanden allerdings auch die Gastgeberinnen aus Wolfschlugen in die Partie und führten nach sechs Minuten mit 4:1. In der Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Die TG glich nach 14 Minuten in Unterzahl zum 6:6 aus. Durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen wurden Valerie Steinhauser und Henschel jeweils früh mit der zweiten Zeitstrafe bedacht. Die Führung wechselte nun ständig. Mit einem Tor Vorsprung für die Pforzheimerinnen ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Bis zur 55. Minute führte Schickles Team mit zwei Toren. Dann kam die turbulente Schlussphase.
Henschel wurde in Folge ihrer dritten Zeitstrafe disqualifiziert. Steinhauser war nach 50 Minuten aus demselben Grund zum Zuschauen verdammt. Nachdem Stindl in Folge einer Knieverletzung vom Feld getragen werden musste, gingen Schickle die Wechselmöglichkeiten aus. „Wir konnten auch keine zusätzliche Feldspielerin mehr bringen, um taktisch noch was zu machen“, sagte der TG-Trainer. Nachdem Wolfschlugen kurz vor Schluss in Führung ging, gelang Bergmane-Versakova der Ausgleich.
Die TG hatte sogar noch einmal die Möglichkeit, frei aufs Tor zu zulaufen, die Schiedsrichter unterbanden dies jedoch mit einer weiteren zweifelhaften Entscheidung. „Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, resümierte Schickl. Mit dem Quäntchen Glück wäre seiner Meinung nach ein Sieg drin gewesen.
Für das nächste Spiel am 18. März beim SV Allensbach II hofft Schickle, wieder auf den kompletten Kader zurück greifen zu können. „Es ist wichtig, dass wieder alle zusammen trainieren können, jetzt wo die wichtigen Spiele anstehen“, so der TG-Trainer.
TG Pforzheim: Scheid, Bertsch – Stindl 6, Müller 2, Kurstak 2, Bergmane-Versakova 7, Henschel 8/2, Steinhauser, Steegmüller, Szabo 1, Miltner 2.
 
PZ Vom 05.03.18

Remis im Topspiel: Für die TG 88 Pforzheim war mehr drin

Wolfschlugen. Matthias Schickle wusste nicht so recht, ob er sich freuen sollte oder nicht. Seine Mannschaft kam am Samstag im Topspiel der Frauen-Handball-Oberliga Baden-Württemberg beim TSV Wolfschlugen zwar zu einem 28:28-Unentschieden. Aufgrund der starken Leistung und einer Zwei-Tore-Führung kurz vor Schluss hätten es am Ende auch gerne zwei Punkte sein dürfen. ... mehr