Badische Neueste Nachrichten | Pforzheimer Kurier | SPORT | 26.02.2018

Seite 21

Schickle schimpft nach TG-Sieg
Pforzheims Trainer trotz 26:21 unzufrieden mit der Leistung seiner Mädels

Pforzheim (dd). Nach 60 anstrengenden Minuten ging Matthias Schickle mit seinem Team hart ins Gericht: „Heute bin ich wirklich unzufrieden,
das war eine schwere Geburt“, meinte der Trainer nach dem 26:21-Heimsieg seiner TG Pforzheim gegen den Tabellenvorletzten
SG Muggensturm/Kuppenheim in der Handball-Oberliga der Frauen.
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Wie schon in den vergangenen Wochen kam die TG nur schwer ins Spiel.
Die erste Führung durch Valerie Steinhauser währte nicht lange, es ging hin und her.
Schickle hatte auch an diesem Wochenende mit Personalproblemen zu kämpfen.
Justine Stindl fehlte krankheitsbedingt, ebenso Deborah Müller. Auch Stefanie Kurstak
war nicht fit, spielte aber angeschlagen. So fehlte es vor allem an Dynamik, an Tempo und an Druck.

In der ersten Halbzeit war folglich kein Klassenunterschied zwischen dem Tabellenführer
und dem Abstiegskandidaten aus Muggensturm erkennbar. Auch nach dem
Seitenwechsel wurde das Spiel der TG nicht besser. „Offensichtlich ist die Halbzeitansprache
nicht auf fruchtbaren Boden gefallen“, sagte Schickle nach dem Spiel.

Dementsprechend übernahmen erst mal die Gäste das Kommando und lagen nach 40 Minuten mit 17:13 vorn. Die Pforzheimerinnen taten sich schwer, aus ihrer Lethargie zu kommen. Auch die sonst starke Anika Henschel konnte nicht an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen und vergab zwei Siebenmeter. Für Henschel brachte Schickle dann Bergmane-Versakova auf der Rückraumposition. Gemeinsam mit Stefanie Kurstak verschärfte die Lettin das Tempo und brachte die TG mit einer Serie von sechs Toren wieder ins Spiel.

In der Schlussphase ging der SG Muggensturm/Kuppenheim dann die Puste aus, was der Tabellenführer zu nutzen wusste und endgültig davoneilte. Nach der Schlusssirene stand dann der 26:21-Heimsieg fest.

Zufrieden war Matthias Schickle aber keineswegs. „Das einzig positive war das Ergebnis, aber über das Spiel müssen wir nochmal reden“, zeigte sich der Trainer sichtlich angefressen. Es sei wichtig, wieder in die Spur zu finden vor den „Wochen der Wahrheit“. An den kommenden Spieltagen trifft die TG Pforzheim ausschließlich auswärts auf Mitkonkurrenten um den Aufstieg. „Da müssen wir Farbe bekennen und dürfen uns so Leistungen wie zuletzt nicht erlauben“, blickt der TG-Trainer nach vorne.

TG Pforzheim: Scheid, Bertsch – Maschek 2, Kustak 6, Bergmane-Versakova 8, Rapp, Henschel 4, Steinhauser 2, Steegmüller 1, Klittich 1, Szabo, Miltner 2.

 

 
brachte die Wende: Vor der Serie von Dina Bergmane-Versakova lief es bei der TG nicht rund. Foto: Waidelich
 

 PZ News
In den entscheidenden Momenten entwischte Stefanie Kurstak immer wieder ihren Gegenspielerinnen. Foto: Hennrich
 In den entscheidenden Momenten entwischte Stefanie Kurstak immer wieder ihren Gegenspielerinnen. Foto: Hennrich

TG 88 Pforzheim verteidigt mit 26:21 gegen Muggensturm/Kuppenheim die Spitze

Pforzheim. Überragend spielen die Oberliga-Handballerinnen der TG 88 Pforzheim derzeit nicht gerade. Erfolgreich sind sie schon. Wie beim 26:21 (11:11) im Heimspiel gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim, mit dem das Team von Matthias Schickle die jüngste Erfolgsserie ausbaute. „Schwere Geburt, schönes Kind“, brachte der Coach den mühsam erkämpften Erfolg auf einen kurzen Nenner und die verteidigte Tabellenführung auf den Punkt. ... mehr

 

 

Nach einer desolaten Leistung in der 1.Halbzeit reichen uns 10 starke Minuten in der zweiten Halbzeit gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim um die 2 Punkte bei uns zu behalten. 👍
Jetzt heißt es Mund abputzen, Leistung steigern und Krankheiten auskurieren bevor am nächsten Samstag das Spitzenspiel beim TSV Wolfschlugen auf uns wartet.
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